25.6.2018

Synode der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubündens
Stellungnahme zur Konzernverantwortungsinitiative,

zur Gesamtverantwortung aller.

Eine Querschnittsstudie von Fastenopfer und Brot für alle verdeutlicht: Nur 11 % der 200 grössten Schweizer Konzerne richten ihre Unternehmenspolitik nach den Leitprinzipien der UNO zu Wirtschaft und Menschenrechten aus. Das empört uns.

Die Bündner Synode orientiert sich am Grundsatz: «Wirtschaft soll den Menschen dienen.»
Dieser Leitsatz verpflichtet sie, sich einzusetzen für:

  • einen nachhaltigen Umgang mit der Um- und Mitwelt;
  • eine sozialverträgliche Arbeits- und Geschäftswelt;
  • eine menschenwürdige Wirtschaft.

Diese Verpflichtungen gründen sich im Spektrum biblischer Ethik, z.B. in der Generationengerechtigkeit. Das bedeutet: Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen die Folgen wirtschaftlichen Tuns an die eigene Generation zurückgebunden und weder auf spätere Generationen noch auf andere Länder abgewälzt werden.

In der Konzernverantwortungsinitiative sieht die Synode eine Möglichkeit, sich für eine menschenwürdige Wirtschaft einzusetzen.
Deshalb setzt sich die Synode erneut für die Initiative ein, die die Gesamtverantwortung der Konzerne im Blick hat.