5.9.2017

Zum Dank-, Buss- und Bettag               

Versöhnung beginne damit, dass man auf andere zugehe, heisst es im Bettagsmandat, in welchem sich die Bündner Regierung an die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Graubünden wendet. Das von Regierungsratspräsidentin Barbara Janom Steiner und Kanzleidirektor Claudio Riesen unterzeichnete Schreiben plädiert für eine aktive Haltung bei der Beilegung von Konflikten. Anders könnten unterschiedliche Grundhaltungen einander nicht angenähert und für alle vertretbare Lösungen nicht gefunden werden.

Das Bettagsmandat macht sich auch für neuen Schwung im Dialog zwischen Kirche und Staat stark. Herausforderungen müssten konstruktiv, mit Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit angegangen werden. Es brauche dazu integre Persönlichkeiten und die Fähigkeit, „aufrichtig, transparent und nachvollziehbar“ zu argumentieren. Dazu seien sowohl die Kirche wie auch der Staat verpflichtet – unter Mitwirkung möglichst vieler.