Brot für alle: Für Artenvielfalt und Ernährungssicherheit

Die Existenz vieler Kleinbäuerinnen und –bauern im globalen Süden ist gefährdet. Dies obwohl sie mit traditionellen Pflanzensorten für Ernährungssicherheit und Artenvielfalt sorgen und 70 Prozent aller Nahrungsmittel weltweit von ihnen produziert werden. Doch Saatgutkonzerne und Freihandelsabkommen schränken die bewährte Praxis von Bauernfamilien zunehmend ein. Sie verlangen strikte Saatgut- und Sortenschutzgesetze, die es Kleinbauernfamilien verbieten, ihr Saatgut zu tauschen oder zu verkaufen.

Die Ökumenische Kampagne 2020 macht mit dem Slogan „Gemeinsam für eine Landwirtschaft, die unsere Zukunft sichert“ auf diese Missstände aufmerksam. Und sie fordert zum Handeln auf: Etwa mit dem Verfassen von Briefen ans Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), das für die Freihandelsabkommen zuständig ist. Oder mit der Unterstützung von Projekten der Partnerwerke im Süden, die sich gegen die Einschränkung der Saatgut-Vielfalt wehren.

Auch Bündner Kirchgemeinden beteiligen sich an der Kampagne von Brot für alle und Fastenopfer. Vom 26. Februar bis 12. April (Ostersonntag) finden dazu diverse lokale Aktivitäten statt – zum Beispiel Themenabende, Suppenzmittage oder der Verkauf von Rosen.

 

Jacqueline Baumer
ÖME Weltweite Kirche

Bild: Saatgut ist ein über Jahrtausende gepflegtes Kulturgut. „Es gehört den Bäuerinnen und Bauern, nicht den Konzernen“, sagt die Ökumenische Kampagne.