27.6.2022

"Unsere Herzen bluten"

Der Montag war Wahltag für die Pfarrpersonen in Trimmis. Dekan Thomas Müller-Weigl wurde für die Jahre 2023 bis 2026 mit sehr gutem Resultat in seinem Amt bestätigt. Ebenso die übrigen Mitglieder des Dekanats: Simona Rauch (Vicosoprano) als Erste Vizedakanin, Albrecht Merkel als Zweiter Vizedekan sowie Kanzellarin Ursina Hardegger (St. Antönien), Vizekanzellar Peter Wydler (Chur) und Quästor Dr. Christoph Reutlinger (Tschlin). Richard Aebi (Sargans) wurde als Mitglied der landeskirchlichen Rekurskommission bestätigt und als stellvertretendes Mitglied Oliver Santschi (Sufers). Neu in die Rekurskommission gewählt wurde Simone Straub (Tschiertschen). Bestätigt wurden auch die beiden synodalen Mitglieder der Herausgeberkommission der Kirchenzeitung reformiert.: Dr. Ivana Bendik (Chur) und Daniel Klingenberg (St. Gallen).

Die Synode verabschiedete zwei liturgische Vorlagen: eine Ordinationsliturgie und eine Rezeptionsliturgie. Diese sollen künftig im Rahmen des Synodalgottesdienstes zur Anwendung kommen. Als Antwort auf unzählige Gespräche zur aktuell fragilen Weltlage und zum Krieg in der Ukraine hat eine synodale Arbeitsgruppe ein Friedensgebet verfasst. Dieses wurde in Trimmis nun zum ersten Mal gebetet und den Pfarrpersonen mitgegeben mit der Empfehlung, das Gebet auch in den Gottesdiensten ihrer Gemeinden zu verwenden. „Unsere Herzen bluten ob dem Leid des Krieges“ heisst es darin. Das Gebet bringt die Fassungslosigkeit darüber, was Menschen einander antun, zum Ausdruck. Es bittet für unter Krieg, Verfolgung und Gewalt Leidende und dankt "für alle Menschen, die helfen und für alle Worte, die Zuversicht wecken“.

"Die Synode hat für mich ein Gesicht bekommen und ich habe Respekt und Achtsamkeit gespürt", sagte zum Abschied Kirchgemeindepräsident ad interim Bruno Müller. Trimmis sei von drei "Rüfenen" geprägt, der Hag-Rüfi, der Dorf-Rüfi und der Maschänser-Rüfi. Deren Schuttkegel seien der Unterbau für Kulturbau und Häuser, sie seien Spuren der Erosion und Zukunft des Dorfes zugleich. Als Erinnerung überreichte Müller den Synodalen je ein Schachtel mit Schiefersteinen aus Schokolade - eine Neukreation der lokalen Konditorei. Die Synodalen verabschiedeten sich von der gastgebenden Gemeinde mit einem langen und herzlichen Applaus.

Die Synode 2023 wird in Chur stattfinden, wo bereits jetzt Aktivitäten zum „Comanderjahr“ geplant werden.

Stefan Hügli
Kommunikation

Friedensgebet (d/r/i)
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Bild: Die Wahlen beispielsweise für Dekanat oder Rekurskommission finden schriftlich statt. Im Bild: Einsammeln der Wahlzettel.