Stark für uns alle

Wir verstehen uns als Volkskirche – vielfältig, sinnstiftend und lebensnah. Der Kanton Graubünden anerkennt in seiner Verfassung die Evangelisch-reformierte Landeskirche, die Katholische Landeskirche, sowie deren Kirchgemeinden, als öffentlich-rechtliche Körperschaften. Diese sind weitgehend autonom und regeln ihre Angelegenheiten im Rahmen des kantonalen Rechts selbständig. Die öffentlich-rechtliche Anerkennung berechtigt, von den Mitgliedern Steuern zu erheben. Sie verpflichtet die Kirchen aber auch zur Orientierung am Gemeinwohl, zu finanzieller Transparenz und zu demokratischer Organisation.

Gemeinsame Interessen. Die Präambel der Kantonsverfassung besagt, dass sich das Bündner Volk seiner Verantwortung vor Gott sowie gegenüber den Mitmenschen und der Natur bewusst ist. Das ist ein Bekenntnis auf die Grundrechte und die christlichen Werte. Auch sonst haben der Kanton Graubünden und die Evangelisch-reformierte Landeskirche gemeinsame Interessen: die Sorge um das individuelle und soziale Wohl der Menschen in unserem Kanton, den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die sinn- und wertorientierte Kompetenz der Kirchen fliesst in den demokratischen Diskurs ein, zum Beispiel bei der Entwicklung von Normen, die für alle und allgemein zu gelten haben. Die Zusammenarbeit von Kirche und Staat hat insbesondere bei der Bildung, aber auch bei der Migration und Integration, gute Tradition. Mit Leistungsaufträgen delegiert der Kanton Graubünden die Seelsorge in den Spitälern, Kliniken und Justizvollzugsanstalten oder die Lebens- und Paarberatung an die Kirchen. Ihre Dienstleistungen stehen allen offen – ungeachtet ihrer Weltanschauung oder Religion.

Verfassung des Kantons Graubünden

Wir leben Glaube, Hoffnung, Liebe

Glaube, Hoffnung und Liebe wachsen nicht von allein, sie wollen vermittelt und gepflegt werden. Wir erleben, wie aus gelebter Spiritualität eine Bereitschaft zu Solidarität und ein positiver Blick für das Zusammenleben wächst.

Wir verbinden Generationen

Das gemeinsame Erleben in Gottesdiensten, bei Kasualien, aber auch bei gemeinschaftsbildenden Aktivitäten bringt Menschen zusammen. Das fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, ermöglicht Verständnis und schafft Heimat.

Wir fördern Toleranz

Wir fördern Toleranz, indem wir auf Bildung setzen und Menschen in ihrer Suche nach Lebenssinn und im Verstehen der Welt fördern. Das ist die beste Medizin gegen Fundamentalismus, weil es die Identität stärkt und zum Dialog befähigt.

Wir erhalten Kulturgüter

Unter den Kirchengebäuden und Pfarrhäusern im ganzen Kanton befinden sich viele Baudenkmäler, die Teil des kulturellen Erbes in Graubünden sind. Die Kirchgemeinden und die Kantonalkirche investieren namhafte Beträge in den Betrieb, die Sanierung und die Instandhaltung dieser Gebäude.

Wir bieten Räume der Stille

Unsere Kirchen sind tagsüber offen und laden zu Stille und zum Verweilen ein. Wir sind überzeugt, dass das in einer schnelllebigen Welt von Bedeutung ist. Die Kirchgemeinden stellen ihre Räume für Veranstaltungen und Konzerte zu günstigen Konditionen zur Verfügung.

Wir sind attraktiv für Freiwilligenarbeit

Unsere Kirche lebt von einem lebendigen Miteinander von Angestellten, Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Sie bringen ihre vielfältigen Erfahrungen und ihre Beziehungen in das kirchliche Netzwerk ein. Umgekehrt profitieren sie von der Kirche durch Partizipation, Gestaltungsfreiraum und viele neue Kontakte.

Vielfältig gelebte Mitgliedschaft

Während die einen Mitglieder sich aktiv am Gemeindeleben vor Ort beteiligen, bleiben andere lieber auf Distanz. Durch die Kirchensteuern leisten alle einen wertvollen Beitrag, der ein vielfältiges Engagement ermöglicht.

Wir verstehen uns als Volkskirche

Wir sind überzeugt, dass Religion nicht reine Privatsache ist. Auch der Staat lebt von geistigen und ethischen Voraussetzungen, die er selbst nicht schaffen kann. Spiritualität und Solidarität sind eine wichtige Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens.