14. Januar 2021

Gottesdienste, aber keine Veranstaltungen

Auch nach dem Bundesratsentscheid vom 13. Januar: Kirchliches Leben bleibt möglich, wenn auch mit klaren Einschränkungen. Die Task-Force Corona des Kirchenrats hat in einem Schreiben an Pfarrämter und Präsidien zusammengefasst, was beim Gestalten des Gemeindelebens vom 18. Januar bis voraussichtlich 28. Februar gilt.

Neu ist die Plicht zum Homeoffice. Arbeitgeber haben dieses anzuordnen, wo immer es "aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar" ist. Zum Schutz der Arbeitnehmenden muss in Innenräumen eine Maske getragen werden, sobald mehrere Personen sich darin aufhalten. Abstand zwischen den Arbeitsplätzen genügt nicht.

Weiterhin untersagt sind öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerte, Altersnachmittage, Begegnungscafés, Film- oder Gesprächabende. Möglich dagegen sind religiöse Feiern wie Abdankungen und Gottesdienste. Ebenso Kirchgemeindeversammlungen, Vorstandssitzungen und kirchlicher Unterricht. Kirchgemeindeversammlungen gelten als "unaufschiebbare Versammlungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften". Eine Beschränkung der Personenzahl gibt es dabei nicht, es muss jedoch ein Schutzkonzept vorliegen. Vorstandssitzungen gelten als "Sitzungen von Exekutiven". Es sind die Bestimmungen einzuhalten, die allgemein für Arbeitsplätze gelten. Für den kirchlichen Unterricht wiederum sind die Vorgaben der Volksschule massgebend.

Einblick in oft gestellte Fragen gibt es zum Schluss des Schreibens. Ja, Hausbesuche seien möglich, denn ein Hausbesuch könne als Treffen im privaten Rahmen verstanden werden - und solche seien mit bis zu fünf Personen erlaubt. Allerdings müsse dabei eine Maske getragen werden. Und nein, eine Impfpflicht gebe es nicht und werde es auch in Zukunft nicht geben. Denn dazu bestünde keine gesetzliche Grundlage.

Stefan Hügli
Kommunikation

Die Bestimmungen im Detail:
Bundesamt für Gesundheit
Kanton Graubünden