8.2.2018

Kirchenrat sagt Nein zu No-Billag

Im dreisprachigen Kanton Graubünden würden die Konsequenzen der No-Billag-Initiative deutlich sichtbar sein – schreibt der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden und macht auf die problematischen Seiten der Initiative aufmerksam. Meinungsvielfalt, ein vielfältiger Themenmix und regional recherchierte Medienangebote seien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von grosser Bedeutung. Das aber ist wirtschaftlich wenig attraktiv: es kostet Geld, braucht Strukturen und eine entsprechende Verankerung in der Bevölkerung. „Menschen in Randregionen sehen, wie wichtig ein öffentlicher Service Public ist“, sagt Kirchenratspräsident Andreas Thöny. Die Stimmen der Minderheiten dürften nicht aus der Öffentlichkeit verschwinden. Krasse Einseitigkeit in der Berichterstattung könnte im Extremfall den religiösen Frieden gefährden. 

 

Bild: Meinungsvielfalt und ausgewogene Berichterstattung kostet. Wenn sie die Sprachregionen berücksichtigen soll, umso mehr. Im Bild Dekanin Cornelia Camichel im Interview mit RTR.