Elsbeth Auer-Bühler, Maienfeld

Es ist mein Wunsch, Kindern Werte zu vermitteln, die ihnen in der globalisierten Welt Orientierungshilfe sind. Das Fach Religion stärkt Schüler in ihrer Persönlichkeit und Individualität. Sie erwerben sich Wissen und verstehen mehr von den Grundlagen unserer Kultur – vom christlichen Glauben wie auch von anderen Religionsgemeinschaften. Im Fach Religionen können wir uns in spannende Themen vertiefen und wir nehmen Bezug zu aktuellen Ereignissen.

Biblische Geschichten schaffen Zugang zu Themen, die für Schülerinnen und Schüler von Bedeutung sind – Mobbing zum Beispiel, Eifersucht. Ich erinnere mich an einen Knaben aus Eritrea. Er kam nach den Herbstferien in den Religionsunterricht als wir gerade mit der Abrahamsgeschichte begannen. Aufbrechen in eine anderes Land, das kannte er nur zu gut. Aber er wusste aus eigener Erfahrung auch, wie Lehmhütten aussahen, was Wüste ist und wie sie sich anfühlt. Er erzählte den anderen davon – was, so denke ich, sehr heilsam war für ihn – und spannend für die anderen.

Für mich ist das Unterrichten einer der schönsten Berufe. Ich lerne laufend dazu. Die jährlichen Weiterbildungen unterstützen mich dabei. Da ich die Gelegenheit hatte, die Ethikausbildung über den Schulverband zu absolvieren, kann ich im Unterricht die Themenwahl so koordinieren, dass sie sich nicht überschneiden. Auch sprechen wir uns im Lehrkollegium ab. Wichtig in meiner Arbeit als Relgionslehrerin sind mir Empathie und die Bereitschaft mich selbst zu reflektieren. Mit Kindern zu arbeiten macht mir einfach Freude.

 

Nach einem Text von Constanze Broelemann, reformiert.,

Bild: Momir Cavic