«Steh auf, nimm deine Matte und geh deinen Weg!».

Das Thema des Weltgebetstags vom 6. März ist ein Satz aus der Geschichte «Heilung am Teich Betesda», die im Johannes-Evangelium steht (Kap 5, V 2-9). Es ist die Aufforderung, mit der Jesus die Heilung eines seit langer Zeit kranken Menschen bewirkt; dieser hatte bisher geglaubt, um gesund zu werden, müssten ihn andere Menschen zu einer bestimmten Zeit zum Teich tragen.

Die Frauen aus Zimbabwe, die die Liturgie zum Weltgebetstag 2020 verfasst haben, sehen diese Geschichte vor dem Hintergrund der politischen Situation ihres Landes. Von 1980 bis 2017 führte Robert Mugabe ein tyrannisches Regime. Von der Präsidentenwahl im Jahr 2018 erhoffte sich die Bevölkerung einen Wandel. Leider hat sich die Situation unter dem neuen Präsidenten Emmerson Mnangagwa nicht wesentlich verbessert.

Die Kirchen setzen sich nun ein für die Erziehung zum Frieden und für den Weg der Versöhnung. Und so verstehen auch die Verfasserinnen der Liturgie den Satz aus dem Johannes-Evangelium als Aufforderung, selber Verantwortung zu übernehmen auf dem Weg der Liebe zu Frieden und Versöhnung.

Auch in Graubünden finden Veranstaltungen zum Weltgebetstag statt. Gottesdienst bieten die Möglichkeit, mit den Worten der Zimbabwerinnen für Frieden und Wohlergehen in Zimbabwe und darüber hinaus zu beten. Mehr dazu im Veranstaltungskalender Ihrer Kirchgemeinde.

Jacqueline Baumer
ÖME Weltweite Kirche

Website: wgt.ch

Bild: Gemeinschaft des Betens und Handelns. Der Weltgebetstag  ist Teil einer weltweiten Bewegung von Frauen aus vielen christlichen Traditionen.