6.6.2018

Der Evangelische Grosse Rat stärkt die Ausbildung der Pfarrpersonen und genehmigt Jahresbericht und Jahresrechnung.

Der Evangelische Grosse Rat genehmigte am Mittwoch den Jahresabschluss der Kantonalen Evangelischen Kirchenkasse (KEK). Bei Einnahmen von 11‘470‘053 Franken und Ausgaben von 11‘465‘662 Franken resultierte ein Gewinn von 4‘391 Franken. Das gute Ergebnis ist nicht zuletzt auf Buchgewinne auf Wertpapieren zurückzuführen, weshalb GPK-Präsident Christian Hartmann die anwesenden Räte weiterhin zu Vorsicht und Sparsamkeit mahnte. Die Steuereinnahmen fielen geringfügig tiefer aus als im Vorjahr, dafür haben Kirchgemeinden weniger gebaut und renoviert, was Minderausgaben bei den Bausubventionen zur Folge hatte. Es konnten Rückstellungen in der Höhe von 1,3 Millionen Franken gebildet werden. Abgesehen von der Rechnung genehmigten die Räte einstimmig den Jahresbericht des Kirchenrates.

Die Ausbildung von Pfarrpersonen soll den künftigen Anforderungen angepasst werden. Der Rat genehmigte eine entsprechende Teilrevision des Konkordates für die kirchliche Ausbildung reformierter Pfarrerinnen und Pfarrer und ihrer Zulassung zum Kirchendienst. Der Rat verstand, dass die Stärkung der Aus- und Weiterbildung für eine Kirche der Zukunft und auch angesichts der anstehenden Pensionierungen von grosser Bedeutung ist. Im Übrigen wählte der Rat Pfarrerin Ursina Hardegger zur stellvertretenden Protokollführerin, liess sich über den neuen Ökumenischen Lehrplan und das Pfingstprojekt 2019-2021 informieren.

Zum letzten Mal wurde der Evangelische Grosse Rat von Grossrat Walter Grass geleitet. Er gibt das Ratspräsidium zum Ende der Legislaturperiode ab. „Es braucht alle, um Gerechtigkeit und Frieden hochzuhalten und die Kirche der Zukunft zu gestalten“, sagte Grass in seiner Ansprache mit gewohnt kurzen aber markanten Worten. Ebenfalls demissioniert haben in der Geschäftsprüfungskommission Grossrat Christian Hartmann (Präsident) und Ernst Waldvogel, und in der Geschäftsleitung Grossrätin Elisabeth Mani und Pfarrer Jens Köhre.

Stefan Hügli

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Starke Zahlen präsentiert: Kirchenrat Eugen Caduff und Finanzverwalter Marcel Schädler (v.r.)