Schließen

VeranstaltungskalenderMit ihren Zugangsdaten einloggen.

lock and key

Anmeldung nur für Websiteadministration.

Account Login

"Tod hat nicht das letzte Wort"

11. April 2017 veröffentlicht von shuegli

Gottfried Locher, Präsident des Kirchenbundes und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa hat dem koptischen Patriarchen von Alexandrien einen Brief geschrieben. Darin drückt er sein Mitgefühl mit den Opfern der Anschläge vom Palmsonntag in Ägypten aus.
 
 

«Im Namen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa übermittle ich Ihnen mein tief empfundenes Mitgefühl», schreibt Gottfried Locher in seinem Kondolenzschreiben vom Montag an den koptischen Patriarchen von Alexandrien, Tawadros II. Er mache dies stellvertretend für über 100 Kirchen in mehr als 30 Ländern Europas und stellvertretend für 50 Millionen Christen. «In diesen schweren Stunden sind wir in Gedanken und im Gebet mit Ihnen», schreibt Locher. «Ihre Ängste sind unsere Ängste, Ihre Bedrohung ist unsere Bedrohung.»

Die Anschläge seien von Menschen verübt worden, die ihre eigene Religion missbrauchten und Gläubige töteten, um den Staat zu schwächen und Minderheiten zu vertreiben, heisst es weiter. «Diese irregeleiteten Verbrecher bedrohen Ihre Gesellschaft, indem sie einen Keil zwischen friedlich miteinander lebende Muslime und Christen treiben wollen.»
Festhalten am Ostergruss

Locher erwähnt in seinem Schreiben auch einen politischen Vorstoss: Die evangelischen Christen der Schweiz hätten vor einigen Jahren in einer gemeinsamen Resolution den Schweizer Bundesrat aufgefordert, sich gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Bedrohung christlicher Minderheiten weltweit einzusetzen und die Beurteilung ihrer Lage als festen Bestandteil der aussenpolitischen Agenda zu etablieren.
Der Kirchenbundpräsident beendet seinen Brief mit «Christus ist auferstanden» und appelliert, an diesem Ostergruss festzuhalten. Christen aller Kulturen feierten «in diesem Schrecken und Leiden» gemeinsam Ostern. «Wir erinnern uns daran, dass der Tod nicht das letzte Wort hat», so Locher. Die Liebe sei stärker als alle Kraft des Bösen.
 
Originaltext im Wortlaut